Ein Patient erzählt, wie ihm eine minimalinvasive Implantation die Angst vor dem Zahnersatz nahm und warum der Eingriff für ihn kaum spürbar war.
Auf einen Blick:
| Ausgangslage | Zahnverlust im sichtbaren Frontbereich mit Anfang 40, mehrere Seitenzähne sollten zudem mit teilkeramischen Kronen versorgt werden |
| Behandlung | Minimalinvasiv gesetztes Implantat mit vollkeramischer Krone plus mehrere Teilkronen, durchgeführt bei Dr. Meier |
| Größte Sorger vorher | Das Wort „Implantat“ selbst, ausgelöst durch Unwissenheit, nicht durch konkrete Erfahrung |
| Gesamtdauer laut Patient | Üblicherweise rund 6-8 Monate zur fertigen Krone, je nach Heilverlauf; bei ihm selbst länger, weil zwischen Zahnentfernung und Beratung Zeit verging |
| Eingriffsdauer beim Einsetzen | Nach Empfinden des Patienten rund 15 Minuten |
| Schmerzen während der Behandlung laut Patient | Keine – dank örtlicher Betäubung |
| Fazit des Patienten | „Das Implantat hat mir das Gefühl von Vollständigkeit und Selbstvertrauen zurückgegeben.“ |
Ein Biss ins Brötchen und plötzlich schmerzt nacktes Zahnfleisch. Popcorn, das ich in einer Lücke festsetzt, wo eigentlich ein Zahn sein sollte. Fotos, auf denen er nicht mehr richtig lachte. Cem Tuncay, 41, wirtschaftlicher Leiter des medizinischen Versorgungszentrums in Kreuzberg in Berlin, kennt das alles – wegen eines einzigen fehlenden Zahns im sichtbaren Frontbereich. Als ihm durch den Berliner Zahnarzt Dr. Axel Meier eine minimalinvasive Implantation vorgeschlagen wurde, war seine größte Angst nicht der Eingriff selbst. Es war ein einziges Wort: Implantat. Im Interview erzählt er, wie er diesem Wort seinen Schrecken genommen hat, wie sich die Implantation mit vollkeramischer Krone und mehreren keramischen Teilkronen für ihn tatsächlich angefühlt hat – und warum er heute sagt, er habe mehr zurückbekommen als nur einen Zahn.
Herr Tuncay, mit welchen Problemen sind Sie ursprünglich in die Zahnarztpraxis gekommen?
Ehrlich gesagt: ein Schock. Ein Zahn im vorderen sichtbaren Bereich musste raus. Mit Anfang 40 rechnet man nicht damit, einfach so einen Zahn zu verlieren. Ich habe damals noch in den USA gelebt. Dort wurde der Zahn gezogen und ich bin danach eine ganze Weile mit einer offenen Mücke im Mund herumgelaufen.
Erst zurück in Deutschland habe ich mich bei Dr. Meier beraten lassen. Für mich stand von Anfang an fest. Ich wollte eine langfristige Lösung, die sich vollkommen natürlich anfühlt.
Was war ihr erster Gedanke, als Ihnen ein Implantat empfohlen wurde?
Respekt. Ehrlich gesagt: Angst. Allein das Wort Implantat klingt nach großem komplizierten Eingriff. Dabei war meine größte Sorge gar nicht der Eingriff selbst, sondern schlicht Unwissenheit. Ich wusste nicht, was ein Implantat überhaupt ist. Und wer dann im Internet nach Bildern sucht, kommt schnell ins Grübeln. Das sah alles viel dramatischer aus, als es später tatsächlich war.
Woher kam diese Angst genau?
Aus reiner Unwissenheit. Ich wollte wissen, was passiert genau. Wie lange dauert das? Tut es weh? Je mehr Dr. Meier mir erklärte, desto kleiner wurde die Angst. Irgendwann habe ich verstanden: Mein Implantat ist im Grunde nichts anderes als eine künstliche Zahnwurzel im Kiefer. Sobald man das begreift, verliert das Wort seinen ganzen Schrecken.
Hat die Beratung dabei eine wichtige Rolle gespielt?
Absolut. Sie war für mich entscheidend. Ich konnte jede Frage stellen, so oft ich wollte, ohne mich abgefertigt zu fühlen. Doktor Meier hat mir jeden einzelnen Schritt erklärt, aus etwas Unbekanntem wurde etwas Greifbares.
Mit jedem Gespräch schrumpfte die Sorge ein Stück mehr. Wenn man versteht, wie eine Behandlung funktioniert, gewinnt man Vertrauen und man sieht, wie weit die moderne Zahnmedizin heute wirklich ist.
Warum war eine Versorgung für Sie überhaupt so wichtig?
Weil ein fehlender Zahn viel mehr verändert, als man denkt. Nicht nur optisch – auf Fotos sah man die Lücke sofort und beim Lachen habe ich mich zu zunehmend unwohl gefühlt.
Aber auch beim Essen war es ein Problem. Biss ich in ein Brötchen, fehlte, plötzlich der Widerstand, an den man gewöhnt ist. Ich landete direkt auf nacktem Zahnfleisch. Das tat weh. Manchmal hat es sogar geblutet. Popcorn war die reinste Katastrophe. Es blieb ständig in der Lücke hängen. Mit der Zeit hat das mein Selbstbewusstsein regelrecht ausgehöhlt. Die Entscheidung für das Implantat war für mich deshalb auch eine Entscheidung für mehr Lebensqualität.

Wie wurde Ihnen die minimalinvasive Implantation erklärt?
Schritt für Schritt, mit viel Geduld. Nach dem Zahnverlust braucht der Körper erst Zeit zum Heilen. Erst danach wird die künstliche Zahnwurzel im Kiefer verankert und wieder heißt es abwarten, bis das verheil ist. Erst zum Schluss kommt die Krone drauf. Mir war wichtig zu verstehen, warum das mehrere Schritte braucht. Dadurch wurde klar: hier wird nichts überstürzt. Jeder Schritt zählt für ein stabiles langfristiges Ergebnis.
Wie lange hat die gesamte Behandlung gedauert?
Bei mir länger als üblich, weil zwischen den Ziehen des Zahns in den USA und der Beratung in Deutschland viel Zeit vergangen ist. Grundsätzlich würde ich sagen, man kann mit etwa sechs bis acht Monaten rechnen, je nachdem, wie gut der Körper heilt – eventuell auch kürzer. Das ist kein Prozess von heute auf morgen. Der Körper braucht wirklich viel Zeit, um zu heilen. Und diese Zeit muss man mitbringen.
Wie haben Sie denn eigentlichen Eingriff erlebt?
Viel entspannter, als ich befürchtet hatte, fast schon unspektakulär. Nervös war ich am Behandlungstag natürlich trotzdem. Aber kaum saß ich im Behandlungsstuhl, war das Gefühl weg. Man merkt sofort, ob jemand Routine hat oder nicht. Und ich wusste, ich bin hier in guten Händen.
Am meisten hat mich das Tempo überrascht. Ich hatte mich mental auf Stunden im Behandlungsstuhl eingestellt. Am Ende dauerte das eigentliche Einsetzen des Implantats gefühlt gerade mal 15 Minuten.
Die Frage, die viele betroffene beschäftigt, hatten sie Schmerzen?
Nein, Schmerzen hatte ich null. Ich wurde örtlich betäubt und habe vom Eingriff selbst rein gar nichts gespürt. Genau das hat mich am meisten überrascht, denn im Kopf malt man sich vorher die schlimmsten Szenarien aus. Für mich persönlich war es komplett schmerzfrei.
Gab es etwas, das Sie während des Eingriffs besonders beeindruckt hat?
Die Präzision. Ich dachte, man setzt sich hin, bekommt das Implantat rein – fertig. Stattdessen steckt da unfassbar viel Feinarbeit drin. Jeder Schritt wird bis ins Detail durchgeführt. Das hat mir gezeigt, wie weit moderne Implantologie inzwischen ist.
Wie ging es Ihnen nach dem Einsetzen des Implantats?
Überraschend gut. Keine Schmerzen, keine Einschränkungen. Ich hatte fest mit tagelangen Beschwerden gerechnet. Stattdessen konnte ich sofort wieder normal sprechen und essen. Die Heilung war deutlich unkomplizierter, als ich es mir ausgemalt hatte.
Sie haben neben dem Implantat auch mehrere teilkeramische Kronen erhalten. Wie haben Sie diese Behandlung erlebt?
Ehrlich gesagt, fand ich das Implantat sogar angenehmer. Bei einer Teilkrone muss erst der eigene Zahn abgeschliffen werden. Dadurch war ich ein bis zwei Wochen lang empfindlich auf Kälte und Wärme. Danach war aber wieder alles vollkommen normal.
Was gefällt Ihnen besonders an den keramischen Kronen und dem Implantat?
Dass man keinen Unterschied spürt. Beim Kauen, beim Sprechen – nichts unterscheidet sich von den eigenen Zähnen. Genau das wollte ich. Mittlerweile vergesse ich komplett, dass da überhaupt ein Implantat sitzt. Es fühlt sich an wie ein ganz normaler Zahn.

Wenn Sie heute auf die gesamte Behandlung zurückblicken – was war Ihr größter Gewinn?
Dass ich wieder vollständig lachen kann, ohne nachzudenken. Klar, ich habe meinen Zahn zurück. Aber viel größer ist das Gefühl dahinter: Ich habe mein Selbstvertrauen zurückgewonnen. Vor der Behandlung hatte ich nie gedacht, dass sich das Ergebnis so echt anfühlen würde. Heute denke ich überhaupt nicht mehr darüber nach.
Was würden Sie Menschen sagen, die Angst vor einer Implantation haben?
Ich würde jedem raten, sich ausführlich beraten zu lassen. Das Wort Implantat klingt immer größer und bedrohlicher als die Behandlung tatsächlich ist. Wer sich informiert und wirklich jede Frage stellt, merkt schnell: Die Verfahren sind heute erstaunlich schonend.
Wenn Sie Ihre Implantation mit einem Satz beschreiben müssten, welcher wäre das?
Der Verlust des Zahnes hat mir etwas genommen. Das Implantat hat mir dieses Gefühl von Vollständigkeit und Selbstvertrauen zurückgegeben.
Wenn Sie Ihre Implantation mit einem Satz beschreiben müssten, welcher wäre das?
Der Verlust des Zahnes hat mir etwas genommen. Das Implantat hat mir dieses Gefühl von Vollständigkeit und Selbstvertrauen zurückgegeben.
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Das Interview führte Annekatrin Looss
Annekatrin Looss ist Journalistin mit langjähriger Erfahrung im Qualitätsjournalismus. Nach ihrem Volontariat beim Verlag Axel Springer war sie als Redakteurin bei der Welt am Sonntag und der Welt tätig. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet sie als Redakteurin, zuletzt in leitender Funktion. Für die Praxis von Dr. Axel Meier begleitet sie die Serie der Patientengespräche. Ihr Fokus liegt auf verständlicher Gesundheitskommunikation, nahbaren Lebensgeschichten und sorgfältig geführten Interviews. Alle Gespräche werden vor der Veröffentlichung von den Patientinnen und Patienten freigegeben. |
Kontakt zu Dr. Axel Meier
Friedelstrasse 10
12047 Berlin
E-Mail-Adresse: praxis@clever-smart-zahn.de
Tel. 030/7426666
Web: clever-smart-zahn.de
Über Dr. Axel Meier
Dr. Axel Meier ist Zahnarzt in Berlin und begleitet seit mehr als 30 Jahren Patientinnen und Patienten. Seine Schwerpunkte liegen auf moderner Zahnmedizin, ästhetischer Versorgung, Funktion, Vollkeramik und ganzheitlichen gedachten Behandlungskonzepten.
Ab November 2026 befindet sich seine neue Praxis in Berlin-Neukölln.
